TSV Schmiden D II - TV Stetten i.R
  18.11.2019 •     Fussball Jugend D2

Pflichtspieleinsatz der D II am 16.11.2019

Der Rahmen passte wieder einmal. Eine inzwischen schon gewohnt übliche Anzahl an Zuschauern, hat sich pünktlich am 16.11.2019 zum Pflichtspieltermin der D II auf dem Platz eingefunden. Wieder zeigte sich das gewohnte D II Fußballwetter: trocken und zunehmender Sonnenschein nach aufreißender Wolkendecke, bei Temperaturen im einstelligen Plusbereich.

Es ist toll für die D II, dass sich ein fester Stamm an Zuschauern gebildet hat,  um die Mannschaft zu unterstützen.

TSV Schmiden D II  -  TV Stetten i.R  0 - 2

Die D II startete hochmotiviert und sehr konzentriert in die Partie, setzte den heutigen Gegner gewohnt mit direktem, hochstehenden Pressing unter Druck. Nach Balleroberung wurde mit direktem Kurzpassspiel versucht, sich an die Grundlinie des Gegners durch zuspielen. Bereits in der Anfangsphase war zu erkennen, auch der Gegner hatte sich für das Spiel etwas vorgenommen. Es entwickelte sich ein Spiel in dem es Hin & Her ging. Versuchte unsere D II mit spielerischen Mitteln zum Erfolg zu gelangen, war der Ansatz beim Gegner eher der harte Körperliche Einsatz als Mittel zu erkennen. TV Stetten versuchte durch dessen massiven Einsatz so den Spielfluss unserer D II zu stören. In oftmals grenzwertigen Situationen eroberte sich der Gegner durch massiven Körpereinsatz immer wieder den Ball und versuchte unserer Truppe den Schneid abzukaufen. Die großzügige Spielleitung des heutigen Unparteiischen unterstütze dabei die "schmutzige" Spielanlage des Gegners. In einer insgesamt spannenden 1. Halbzeit leistete sich unsere junge Truppe nach einem Eckball einen leichten, unnötigen Ballverlust, den der Gegner mit einem Tempogegenstoß zum 1 : 0 für sich nutzen konnte. Es war in höchstem Tempo dem Gegner gelungen, 3 Spieler bis in den gegnerischen Strafraum so freizuspielen, dass unser Torspieler bei dieser 3 zu 1 Spielsituation keine Chance der Abwehr hatte. Schade, eigentlich völlig unnötig, da man sonst das Heft des Handels in der Hand hatte. Unsere D II lies die Köpfe nicht hängen und versuchte sofort wieder mit spielerischen Mitteln den Rückstand auszugleichen. Bis zur Box des Gegners konnte man sich wiederholt gut durch kombinieren. Allein die Abschlüsse wollten nicht gelingen. Einige sehr gute Möglichkeiten wurden nur halbherzig zu Ende gespielt. Der gegnerische Torspieler hatte mit den Abschlüssen bei dessen Abwehr leichtes Spiel. Die beim Gegner in der Abwehr eingesetzten, sehr großen Spieler erwiesen sich als "Funkturm". Man konnte verzweifeln, wie ein Magnet zogen diese Spieler reihenweise die Bälle an. In der letzten Spielminute der ersten Halbzeit kam der Gegner nach einer vom Unparteiischen nicht geahndeten groben Regelwidrigkeit an unserem Torspieler, zum unverdienten 2:0. Dies war ein Wirkungstreffer, unsere Jungs reagierten entsprechend mit ihrer Körpersprache, die Köpfe und die Schultern gingen sofort in den Keller. So ging es mit einem nicht verdienten 0:2 in die Kabine. Schon beim Gang in die Kabine versuchten die Schmidener Zuschauer, die Spieler mit Applaus und viel gutem Zuspruch wieder aufzubauen.

Fazit zu Durchgang 1: durch die großzügige Spielleitung des Unparteiischen, konnte sich der Gegner Vorteile erarbeiten, die schon sehr grenzwertig, eher regelwidrig waren. Wären diese geahndet worden, hätte sich ein anderer Spielverlauf entwickeln können.

Unser Trainerteam war in der Pause gefordert, um die Mannschaft wieder aufzubauen. Das dies gelang, konnte man nach Spielbeginn zur zweiten Halbzeit erkennen. Die D II des TSV Schmiden kam hochmotiviert aus der Pause zurück, setzte den Gegner noch intensiver unter Druck, schnürte die gegnerische Mannschaft regelrecht in dessen eigener Hälfte ein. Beste Möglichkeiten konnten nicht genutzt werden. Zwischenzeitlich hatten sich im Zuschauerbereich der ein oder andere gefragt, wie lange der Unparteiische die inzwischen durchaus sehr robuste und harte Gangart des Gegners noch laufen lasse. Zum Teil sehr grenzwertige Aktionen des Gegners wurden vom Unparteiischen anders bewertet, als dies ein Großteil der Zuschauer beurteilt hätte. Auch konnte man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Unparteiische sich durch das sehr laute Coaching des gegnerischen Trainers beeinflussen lies. Die vom gegnerischen Trainer lautstark geforderte körperliche Aggressivität, wurde von den Spielern seiner Mannschaft durchaus zu 100% umgesetzt. In einer gespielten zweiten Halbzeit, in der der Gegner zu keiner nennenswerten Chance mehr kam, ließ sich unsere D II wieder den Schneid durch die harte und schmutzige Spielweise, mit gefühlter Unterstützung des Unparteiischen, abkaufen. Die sehr faire Spielweise unserer jungen Mannschaft hätte durchaus die Unterstützung des Unparteiischen verdient gehabt.

Fazit: Das Spiel wurde 0:2 verloren, weil die erspielten Möglichkeiten nicht verwertet werden konnten. Es fehlt noch an "Coolness" und "Effizienz" bei der Chancenverwertung. Ein "Knipser" hat sich im Spielerkader noch nicht herauskristallisiert. Zudem wurde heute viel Lehrgeld bezahlt, da sich das faire Spiel unserer Truppe nicht durchsetzen konnte. Es ist ein Lernprozess, den unsere Spieler der D II leider erfahren müssen. Die Erfahrung zeigt, dass Niederlagen eine Mannschaft am Ende des Tages weiterbringen. So hat auch eine unverdiente Niederlage unter dem Strich etwas Positives , wenn man daraus die richtigen Lehren zieht. Die faire Spielweise unserer Mannschaft ist dabei die Grundlage auch für künftige Spiele. Diese wird sich auch gegen robustere Gegner mit entsprechender Erfahrung künftig erfolgreicher gestalten. Natürlich ist es normal, dass es bei der Entwicklung auch Rückschläge gibt.

Den Spielern war anzumerken, dass sie mit der Niederlage nicht einverstanden waren. Unser Trainerteam war damit beschäftigt, manche Spieler, die dem Unparteiischen das ein oder andere noch verbal mitteilen wollten, davon abzuhalten. Erstens ist das oberste Gebot unserer Jungen D II das Fair Play und zweitens sind ja alle Protagonisten froh, dass sich immer noch Menschen finden die das schwere Amt des Unparteiischen auf sich nehmen.

Die anwesende Fangemeinde verabschiedete die Mannschaft dennoch mit viel Applaus und guten Worten vom Platz.



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